Von biggipfel

Poetry? Nein! Gedanken-Wirr-Warr!

Das trifft es wohl eher. Für diese Seite habe ich mich entschieden, als ich beim Durchschauen meiner Fotos auf einen alten Hefter aus meiner Jugendzeit auf dem Dachboden stieß. Ich musste natürlich schmunzeln, als ich die Gedankenfetzen las und natürlich liefen die Ereignisse wie kleine Videoclips durch meinen Kopf. Gleichzeitig schossen mir die passenden Fotomotive durch den Kopf und so macht 1+1 gleich ein kleines Paket aus Wort und Bild.

Später passierte genau dies nur anders herum. Mir fielen zu bestimmten Fotomotiven kleine Geschichten ein. Jedenfalls stellte ich die Poetry?-Pakete ins Netz. Auf dieser Seite gibt es allerdings nur die Texte, die ich dann verlinkt habe. Viel Spaß beim Lesen!

Warum lassen alleingelassene Schuhe an Plätzen fernab der Zivilisation in mir die schlimmsten Fantasien wach werden? Plötzlich sieht man sich genauer um und sucht den dazugehöhrigen Menschen, dessen verstümmelter Körper bestimmt in der Nähe verscharrt sein muss. Schnell fotografieren und weitergehen!!! Selten denkt man jedoch an die “Seele” der Schuhe, die zurückgelassen Tag für Tag auf ihre Besitzer warten. Was geht in ihnen vor?!

Schuhe gefunden

dsc_0002.jpg

(to the unknown shoe, 2007)

Wo?…

Wann?…

Merkmal: einst…

gesehen

gekauft

gefreut

getragen

geliebt

gerannt

gepflegt

gelaufen

getadelt

geputzt

gehasst

getreten

gedemütigt

gestraft

gerichtet

geopfert.

Bitte melden unter: …

Der See

island.jpg

Das sind diese Tage, an denen ich das Haus nicht verlassen mag. Ich wache am Morgen auf und es ist noch Nacht, obwohl mein Wecker mich um halb sieben weckt. Ich drehe mich nochmal um und möchte nicht aus dem warmen Bett kriechen müssen. Irgendwie schaffe ich es, mir eine Tasse Tee mit viel Honig zuzubereiten. Honig ist wichtig, da es die Zeit des Jahres ist, in der überall kleine Feinde warten, um über den Körper herzufallen. Sie lassen mich niesen, malen meine Nase rot an und verwandeln meinen Hals in ein Hockeyfeld. Der alte Joe bekämpft sie mit Zitronen. Drei Stück täglich, fein säuberlich in Stücke geschnitten mit einem warmen “Lager”.

Ich für meinen Teil denke, dass Honig ausreicht, um diese jährliche Schlacht zu gewinnen. Ich liebe es mit der Tasse Tee neben dem Ofen zu sitzen, meine Füße gegen die Kacheln zu pressen und aus meinem kleinen Küchenfenster zu schauen. Zarte Eissterne haben es von außen fast vollständig verschlossen. Nur ein kleines Loch, so groß wie eine Münze, ist übrig geblieben, um einen flüchtigen Blick zu erhaschen. Es ist fantastisch. Ich fühle mich wie ein Eroberer – in der Wärme des Zimmers schwimmend, die kalte Welt dort draußen beobachtend.

Langsam erwacht der Tag und öffnet Stück für Stück seine Augen. Einige Vögel, die mutig genug sind hier zu bleiben, um den Winter mir zu verbringen, sind bereits angekommen. Sie versuchen einige Körner auf der Terrasse ausfindig zu machen. Aber der Wind hat die Überreste der gestrigen Mahlzeit hinweggeblasen und die Dielen sind so glatt wie ihr Antlitz, als ich sie das letzte Mal sah. Ich werde sie füttern bevor ich das Haus verlasse. Das gehört zu meinem täglichen Tagesablauf. Eine Prozedur, die es mir im Frühling erlaubt ohne meinen Wecker aufzustehen, wenn mich ihre zarten Stimmen wecken. Der Winter lässt sie etwas ruhiger zwitschern und etwas langsamer singen. Habe ich sie jemals lachen hören?

Weiter unten liegt der See. Er schläft niemals – auch nicht im Winter. Zu oft wecken mich seltsame Geräusche in der Nacht. Es sieht so aus, als würde der Winter das Eis benutzen, um den See in Fesseln zu legen. Sie kämpfen miteinander und der See versucht, sich wie ein Entfesselungskünstler im Zirkus zu befreien. Sie hat nie versucht, die vier Wände hinter sich zu lassen. Und immer wenn eine Kette zerspringt klingt es wie Peitschenknall. Crrreeetsch, Crrratsch, Crrreetsch. Lass es noch einige Tage dauern und die letzten Löcher werden verschwunden sein und kichernde Kinder werden Spaß daran haben, auf dem Rücken des Sees Schlittschuh zu laufen. Fischer werden mit ihren funkelnden Eispickeln neue Löcher in den See schlagen müssen, um auf diese Weise Fische zu fangen. Oft endet es in einem verbissenem Wettkampf zwischen den alten Männern mit ihren langen Bärten und den dicken Pullovern. Aber letztendlich kommen sie wie gewöhnlich zusammen, zählen ihre Fische und teilen sich die Flaschen, die ihnen ihre Frauen vorbereitet haben. Hat sie jemals eine Flasche mit Single Malt gefüllt? Hat ihre Nase jemals den Geruch der Berge, des Tals oder die salzige Briese der See eingefangen?

Draußen ist es immer noch still. Einige Schneeflocken fallen und der Himmel scheint die Erde wie ein Igludach zu umhüllen. Schneeflocken fallen nie geradewegs hinunter wie Regentropfen. Nein; sie sind wie Verliebte, die nach einer Musik tanzen, die man von weit her hören kann. Sie tanzen miteinander, sie küssen sich, sie versuchen sich zu verstecken, um sich dann wieder zu fangen. Sie tanzen und fallen dann eng umschlungen danieder. In dem Moment, wenn sie das Gras berühren, haben sie ihre lange Reise sanft beendet und decken die Erde wie ein großer weißer Baumwollteppich zu und halten die Aussaat warm und sicher fest. Die Natur ist genial! Vor einigen Wochen noch schüttelten heftige Winde die Bäume und fast alle Blätter fielen hinunter. Nun sind die Blätter da, um als zweite Isolationsschicht zwischen der Erde und dem Schneeteppich zu fungieren. Natürliches Sympatex! Die Bäume sind jetzt nackt und glanzlos, nachdem sie ihren „Indian Summerkilt“ verloren haben, durch welchen sie sich für eine Weile fühlten, wie die Stars der ‘haute couture’.

Ich erinnere mich an die vielen Menschen als Zuschauer, die lange Spaziergänge entlang des Ufers machten und sich an der Vielfalt der Farben erfreuten, die der alte und erfahrene Künstler “Natur” benutzte. Hätte ich einen Wunsch frei, würde ich sie an den Händen fassen und mit ihr durch die Sommernacht tanzen und ihrem Kleid zusehen, flatternd im Wind, wie das Segeltuch auf dem Ozean. Aber die ausgezogenen Bäume machen den Blick für mich frei, um auf die andere Seite des Ufers zu blicken. Dort wohnt sie und ich kann sie am Ofen sitzen sehen, ihre Füße an die Oberfläche gepresst, eine Tasse Tee mit viel Honig in den Händen. Sie beobachtet die Landschaft, darauf wartend, dass das Eis fest genug wird, damit ich sie besuchen kann, um ihr die Nachrichten des letzten Jahres zu bringen – so wie immer.


Es gibt manchmal Situationen, in denen man nicht weiß wie die Dinge angefangen haben, sich zu entwickeln, so dass es zu Spannungen kam, die man erst viel später versteht. Intensive Momente und widersprüchliche Gefühle, die einen gehen lassen wollen und einen gleichzeitig zurückhalten. Oft ist es besser, seine Sachen zu nehmen und die Tür hinter sich zu schließen. Aber es gibt eben auch Situationen, in denen man genau dieses Aroma der Spannung tief einatmen und auf einen wirken lassen sollte

Counting Crows On Sheets

censored.jpg

(to Conny, 2006)

She has spread her wings across the sheets
hardly breathing anymore
tonight there is no moon shining through
her covered bedroom windows
just a receiver lamp that lightens up the air
with her favourite songsshe already got a piece of me and all I think
is how I can get away
fingers softly fumbling through her hair
while I am so alone
is there a reason that this year will be better
one pearl among the oysters
a smiling face finding its way through clouds
of desperate anger
that couldn’t tell the things she wanted to hear
from an unknown voice
instead sharp arrows hitting her tender soul
talking in endless circles
starting to speak I already walked on a wire
like in a crowded circus
waiting for her audience to laugh knowing
she’d sharpened her knife
no this wasn’t love at first sight and thinking
of leaving tomorrow
there is fear of telling and losing a friend
just before dawn
she is already slipping through my hands
wanting to hold her tight
having a good time just like anybody else
not falling apart again
been up for nights might not sleep all day
waiting for a call
too late for sorrows leaving her skin untouched
her wings broken
with crushed feelings and some silent songs
lost a place to go
someone better than the ones that are around
to waste some time
can’t feel her feathers anymore she is drifting
into the light already
wash away that sunny night down to the gutter
doesn’t feel better
sure she doesn’t burn in hate and anger anylonger
I can close the door
flush my worries down the drain and leave behind
some spreadout wings
across the sheets relieved and breathing again


Es gibt Entscheidungen, die man zu lange herauszögert, in der Hoffnung auf Besserung, der Angst einen Fehler zu begehen, dem quälenden Gewissen einen Menschen zu verletzen und unwissend zurück zu lassen. Aber manchmal helfen gestutzte Flügel, um in die Freiheit zu fliegen.

Wings of Freedom

(to the ones I left, 2008)

sorry,

couldn’t talk

couldn’t see

couldn’t lie no more

couldn’t taste

couldn’t move

couldn’t cry more tears

couldn’t feel

couldn’t think

couldn’t trust you anymore

couldn’t listen

couldn’t write

couldn’t take your lousy lies

but most of all I

couldn’t imagine what the future holds for us

so I had to spread my wings and escape that golden cage

to set us both free… free to fly away and breathe again


Wir schreiben das Jahr 1991. Ich kann nicht genau sagen, was mir damals durch den verwirrten Studentenkopf gegangen sein mag. Die Zeit hat 17 Jahre ins Land ziehen lassen und ich habe gefallen daran gefunden, mir diese alten Blätter, manchmal nur Notizzettel aus einer alten Kiste meines Dachbodens, durchzulesen. Einige sind bestimmt während der langweiligen Seminare beschrieben worden, überzeugt davon, dass man der Welt etwas zu sagen hat, ohne sie wirklich zu verstehen.

My Own Little World

(to the world out there, 1991)

Ich brauche meine kleine Welt
zum Atmen und tief Luft zu holn
allein zu sein, um noch zu träumen
zu schreien, wenn es mir gefällt!

Ich brauche meine kleine Welt
mein schlechtes Gewissen ab und an
um den zu lieben den ich wirklich lieb
und auch mal eine andere zu küssen!

Ich brauche meine kleine Welt
um cool zu sein mit einer Zigarette
im Spiegel Selbstvertrauen zu tanken
und mal zu heulen unter meiner Decke!

Ich brauche meine kleine Welt
um mal den Abwasch stehn zu lassen
in der auch mal was liegen bleibt
und über unsere Liebe nachzusinnen!

Ich brauche meine kleine Welt
um dich zu sehen, euch und ihn
beim Maskenball der Eitelkeiten
und wie ich selber bin als Niete!

Ich liebe meine kleine Welt
doch will ich schon von Zeit zu Zeit
in eine andere mich mal flüchten
um frohen Muts zurückzukehrn!

Und wenn ihr meiner kleiner Welt
die große Käseglocke überstülpt
dann kann’s passiern dass ich mich
unfair wehr’ und den Skorpion rauskehr’!


…back then we were young, wild and sentimental!!! Diese Zeilen habe ich auch in einer der alten Umzugskisten gefunden. Geschrieben wurden sie im Mai 1991 nach einem Trip mit den Kumpels nach Prerow. Der Zufall ließ es nicht zu, dass unsere Wege sich noch einmal kreuzten und so bleiben einige verblasste Fotos, vage Erinnerungen und diese Zeilen. Am I getting old and sentimental now?! :

Drei Tage Pfingstwind

(to ***, 1991)

Es war da was…
…weil da nichts war
und deshalb war es schön

Ich konnte nicht atmen…
…aus purer Lust
und Durst nach dir und mir

Doch wir waren uns einig…
…dass da nichts ist
damit es so sein konnte

Zerzauste Haare gefangen in deinem Objektiv
gemiedene Lagerfeuer aus Angst vor Fragen
entspannte Gesichtszüge in den Lebenslinien
deiner schon so weit gereisten Handflächen

Dann haben wir uns…
…in Geheimnissen getrennt
ohne Worte – mit Blicken nur

Trauer weil da nichts war…
…und deshalb etwas war
was es so sein ließ

Ein angenehmer Schmerz…
…weil da was bleibt
Hoffnung dezimiert auf den Zufall


Ende 1992 war die Entscheidung gekommen, das Studium für ein Jahr zu unterbrechen und nach England zu gehen. Es muss eine Zerrissenheit gewesen sein zwischen dem Verlassen Berlins, der nicht vollständigen Ankunft in Greifswald, drei Sommermonaten in Asien und der bevorstehenden Abreise nach Wirksworth. Anders kann ich mir diese Zeilen nicht erklären. Auch für mich stehen da einige Fragezeichen zwischen den Absätzen. Wahrscheinlich widerspiegelt es den inneren Kampf zwischen dem Wunsch nach dem Ankommen und der Angst vor der Entgültigkeit des Bleibens. Ein Gefühl, das mir bis heute wohl vertraut ist.

Immer wieder und doch nur wieder eine Reise

(to the searching souls, 1992)

Du bist Ceylon, Glasgow, Ottawa oder Bagdad
Erinnerungen frisch, dass kein Walker sie ertränkt.
Schwer einzusehen, doch jede Reise hat ihr Ende.

Chaos in endlosen Gehirnwindungen – weder
Anfang noch Ende…oftmals nur ein freier Fall in
den Abgrund des eigenen Nichts gepaart mit Zweifeln.

Diese Stadt ist eine Amputiermaschine von Synapsen,
die sehnsüchtig auf Input wartend einsam dahinsiechen.
Ein Schrei so lautlos wie der Flügelschlag des Falken.

Da war Durst nach deinen Landschaften und Frost, den
die Sonnen deiner Strände ersticken sollten, Palmen aus
Vivaldi an die man sich in der Abenddämmerung lehnte.

Erinnerungen an Stunden und Tage, wo gläserne Ideen,
Lachen und Zärtlichkeiten die Müdigkeit zum Fremdwort
erklärten, weil gefesselte Gedanken plötzlich frei waren.

Es war die schwerelos, quadrierte Entfernung vom Alltag
in verqualmten Amberländern, unter Straßenlaternen und
an miefigen Häuserecken auf der Insel der Gestrandeten.

Doch es ist noch nicht die Zeit des ewig währenden Urlaubs.
Es lässt mich nicht vergessen, wie ich in der meinigen Welt bin.
Unreife mich hindernd, dich vorurteilsfrei in mich einzuatmen.

Ich will mir diese rettende Oase zwischen mir und ihnen erhalten.
Was nützt eine Lagune aus Beton, Kakteen aus Morgensternen? Du
bist zu fremd, um ewig hier zu leben mit Fesseln einer anderen Welt.

Und doch bleibt es die Welt vor der ich floh und deren Handschellen
ich dir nicht anlegen mag für einen kurzen Schweif voll Fantasien, die
wie Seifenblasen im Morgengrauen ernüchternd schon zerplatzen.

Zufrieden aufgewacht zu sein und bald zu wissen, dass man mit dem
letzten Jet entfliehen konnte ohne dich noch mal frisiert zu haben und
Hoffnung dich zu treffen in der Flucht, so wie ich damals dich verließ.


Auch diese Gedanken haben 1992 karriertes Papier zugedeckt. Ob ich weiß, was damals in mir vorging? Keinen blassen Schimmer. Student eben:-)! Aber es fasziniert mich, wenn ich mir darüber bewußt werde, dass man mal die Zeit hatte, die Seele baumeln zu lassen und sein Gedankenwirrwarr aufschrieb. Wo rennt einem heute die Zeit bloß ständig hin?! Oder sind unsere Gedankengänge zu konkret und nüchtern geworden, um sie daniederzuphilosophieren?

Wolfsseelen

(to the searching souls,1992)

Er war das Lamm im Wolfspelz,
dass sich in die Horde Lämmer geschlichen hatte.

Angst, Hysterie und Panik hatte er erwartet,
aber das Grauen brachte nur Faszination hervor.

Das Spiel mit dem Feuer ließ ihn erschauern.
Die pure Angst packte ihn bei ihren Blicken.

Warum war, was sie zerstören würde, was sie so herbeisehnten?

Sollte er den Pelz abwerfen?
Sie würden ihn nackt, nur mit dem Bündel unsicherer Gefühle fressen.

Er hätte zwei oder drei von ihnen reißen sollen.
Ihnen ihre Herzen aus dem Leib fetzen und zerschmettern sollen.

Aber es war nur der Pelz, der ihn zum Wolf machte,
im Kreis der Lämmer mit den Wolfsseelen.


Da hatten sich zwei Tauben in meinem Garten zu ihrem Liebesspiel verirrt, was meinem Hund überhaupt nicht gefiel. Während sie mit energischem Gebell versuchte, sie zu vertreiben, probierte ich mit dem Exakta 100-500mm, was noch auf der Kamera war, einige Schnappschüsse zu machen. Nicht leicht, wenn man manuell scharf stellen, die richtige Belichtung wählen und die Kamera ruhig halten muss. Für Zuschauer muss es lustig anzusehen gewesen sein, wie die drei Parteien hektisch versuchten, auf ihre Kosten zu kommen. Bei der Bearbeitung des Fotos fielen mir dann diese Zeilen aus der alten Kiste ein, die irgendwie zur Stimmung des Bildes passen. Fällt mir noch Ben Harpers “So hard to do but so easy to say” ein.

Leaving

(to the loving ones, 1988)

If you leave because you have to…
you are going insane.

If you leave because you want to…
you really needed her.

If you leave because you’re free to…
you’re free to follow yourself.


The longtailed cat and the rockingchair

In troubled times like these
Mice are looking for cheese
Cat’s keeping the price high
Dealing with the clever fly
Who’s rolling invisible dice
Knowing the game’s so nice

International jetset’s playing
While polititians are failing
To feed some hungry little mouth
In the east, west, north or south
Revolution still is an illusion
Put in chains by endless confusion

No real plans for a good education
Empty bottles filled with frustration
Knives next to books in our schools
Teachers entertain masses like fools
Families are crying and fall apart
Divorce becomes a financial art

Community games played on screens
Hardcore Gangbang visions for teens
In a neighborhood watched residence
Kids play behind the golden fence
While on the other side of the town
A pregnant mother is shot down

Boys and girls discover the needles
Mankind is killing the last eagles
Poison is burning in nature’s vein
While people are waiting in vain
Searching for fish to fill their nets
Knowing earth’ll break our necks

TV programmes for majorities
Produced to calm down minorities
Not questioning a paradoxical policy
Enjoying the dreamworld of monopoly
Spending the last dime on numbers pool
Adoring celebreties as a surviving tool

The fly is gettin too fat for the height
The mice are left complaining all night
The cat might think the game is just fair
Left alone in a room full of rockingchairs
But one day the long tail will get stuck
And all that might help you then is luck!

Bin mal kurz weg

Ausgelutscht und die letzte Runde Pool Billard verfuscht

Nasse Füße bekommen im Regen beim Terrasse fegen

Eine Schachtel Luckies zuviel bis das Staropran umfiel

Kein Input kein Output einfach down und total kaputt

Staub in den Haaren und keine Lust den Weg zu fahren

Ich mache dicht und haue jetzt ab die Zeit wird knapp

Flieger geht in ein paar Stunden hab’n Platz gefunden

Muß mal raus auch ohne den drögen saus und braus

Wünsche euch was… vorallem aber nicht zuviel “Naß”

Auftanken in der südlichsten Sonne… wat ‘ne Wonne

Bin mal kurz weg dann gibt’s was neues ist kein Gag!

Mit seinen Sinnen

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er sieht den weiten horizont
er schmeckt das feuchte salz
er hört den schrei der möve
er riecht den fang im netz
er weiss wie hunger schmerzt
er kennt die leeren teller
er spürt die unzufriedenheit
er ahnt das nahe fest daheim
er freut sich auf die leuchtenden augen
er fühlt schon dankbar ihre hände
er denkt an seinen toten vater
er möchte niemals tauschen

er ist so wie er ist nur wo er ist

er könnte nie ein anderer sein

als fischer in der unendlichkeit

am strand von santorini

ganz eins mit seinen sinnen

Try to fly

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saw her standing in the moonlight
crying her endless tears to the tide
after some long and sensless fight
almost ready to run away and hide

said he was everything she’d lost
forgetting the years of being tossed
not thinking about being bossed
still overhearing his stupid accost

and I said… just close your eyes and

try to wash away that pain
try to get on the next train
try to enjoy the falling rain
try not to go insane
just try to fly fly fly

she said come on and hold me tight
I don’t know you but it feels alright
and her skin was shining snow-wight
covering her bleeding heart inside

we kept walking down that windy beach
until the busy town was out of reach
while she was giving her silent speech
me trying just to listen – not to teach

and I whispered… just close your eyes and

try to throw away that chain
try to jump onto another plane
try to get up and live again
try not to wait in vain
just try to fly fly fly

when we kissed goodbye she got real quiet
knowing that he was waiting at the campside
she promised me to catch the next flight
and left me standing with a crumpled kite

had a message on my answering machine today
I was happy to see her number on my display
wants to meet and talk to me in that old cafe
and she won’t be alone but no worries he’s okay

and I turned around and closed my eyes…thinking

try to get her out of your brain
try to wash that feeling down the drain
try to catch another boat to Spain
try not to get back on that hopeless lane
just try to fly fly fly

What is Art is what

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Armour is Art is artificial
Beauty is Art is brave
Courage is Art is controversial
Discovery is Art is dependent
Expression is Art is excessive
Fantasy is Art is fundamental
Galaxy is Art is gay
Hokum is Art is heinous
Intimacy is Art is independent
Junk is Art is jejune
Kissing is Art is knavish
Light is Art is loyal
Moral is Art is mawkish
Noise is Art is neutral
Opera is Art is opulent
Photography is Art is pathetic
Quietude is Art is quotable
Rock is Art is relentless
Sex is Art is sexual
Truth is Art is trivial
Universe is Art is untiring
Vanity is Art is vindictive
Wood is Art is weird
Xylonite is Art is xtreme
Yachting is Art is youthful

Zebra is Art is zealous

Is ART what we see, feel and taste?

Is ART what we produce, do or express?

Is ART what we make it?

Is ART what we pay for it?

Is ART everything and nothing?

Is ART to be defined?

How? By Whom? Why?

Drifting

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Like a coconut shell she’s drifting in the open sea
There is no beach in any direction
Just a sparkling light she’s trying to reach out there

Over the years the burden’s got heavier for both
And every step they tried to make
Seemed to be another ride on a rollercoaster

There was too much expectation for tomorrow
Hope for more romance today
But words disappeared in a silent conversation

A signed paper was to fix the broken building
They knew already that it was too late
But just the will is sometimes not enough

Could she have seen what she had got before she left
The midlife crisis blinded her
They let her walk with open hands for her returning

Feeling that she was drowning the moment that she jumped
They threw the helping rope
And in despair she grabbed it for a hundred meters

But still there was that shining light out there
And she let go again
Not knowing why, not understanding anyone

Still she is swimming between these two lives
Searching for her own
That might give peace to her restless soul tonight

And when another day awakes nobody knows
If she will still be swimming
Between herself and all the other seeking hearts

Ein Schuß zum Schluß

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(Amok ist keine Lösung-Seht nicht weg!)

ein schuß, ein schrei, ein leben, das für immer geht

ein ruf, kein widerhall, eine seele, die leise zerbricht
ein wort, ein satz, ein herz, das sich kalt verkrampft
ein mensch, ein weg, ein hoffen, das im nichts vergeht

und alle sind entsetzt
und alle sind gehetzt

ein tadel, eine antwort, ein rat, der nicht wirklich hilft
ein spiel, ein lied, ein film, der die lunte zünden kann
ein brief, ein blick, ein chatroom, der so einsam macht
ein test, ein zeugnis, ein job, der doch nur frustriert

und alle sagen was
und alle sehen weg

ein vater, ein bruder, eine mutter, die nichts mehr fühlt
eine blume, ein freund, ein lachen, das man nicht hört
ein abend, eine stunde, ein morgen, der der letzte ist
ein regentropfen, ein sturm, ein sonnenstrahl, der friert

und alle wissen etwas
und alle ahnen nichts

eine rede, ein bericht, ein gesetz, das nichts ändern wird
ein sarg, ein kreuz, ein gebet, das nicht vergeben kann
ein seufzer, eine umarmung, eine träne, die nicht trocknet
ein kranz, ein gebinde, ein name, den man nie vergisst

und alle trauern mit
und alle gehen weg

in der ferne verstummt ein schrei im groll des donners
eine knospe erfriert im letzten licht der dämmerung
tinte schreibt die letzten zeilen auf ein stück papier
eine kalte kugel im lauf wartet auf ihre letzte reise

und alle glauben nur
und alle hoffen nur

Three days in a summer’s breeze

dsc_0033nef-arbeitskopie-2

There was something…
…because nothing had happened
That’s why it was so beautiful

I could hardly breathe from desire…
…and thirst for you and me
Two beating hearts on a leash

But we agreed that it shouldn’t be so that it could be
Tousled hair and untouched skin caught in my lense
Avoided camp-fires scared of their useless questions
A relaxed face in the far travelled lines of your palms

Then we separated in secrets…
…without a word – just a glance
Two trains kissing the horizon

Sorrows because nothing had happened…
…so that there was something
That had made it happen

A deep but pleasant pain…
… because something will stay
Hope reduced to the coincidence

Goodbye to perfect illusions

2009-05-14 um 16-35-22 - Arbeitskopie 2 - Arbeitskopie 2

You were
my brightest black ink
my burning block of ice
my beautifully bored irony

You came, you undressed, you conquered!

You were
my speaking pen
my smiling pancake
my screaming pillow

You played the Juliet in my favorite pc-game!

You were
my one in a billion
my one to die for first
my one and only thought

You still look like a nun and do me like a whore at night!

You were
my beating heart
my breathing lungs
my burning wounds

I know it’s time now to take you off that wired throne!

I will
find a reputable life
free my restless soul
feel the running world

I will swim like a cloud and open my mind to the real!

I will
Say goodbye to perfect illusions
Sleep with lecherous flesh at night
Share my days with a real heartbeat

Go back to where you came from once my 90-60-90 pixeldream!

Must we do as we’re told?

DSC_0088 - Arbeitskopie 2

(to Titus and the unknown soldiers)

They laughed until they cried

They cried  until they ran off

Tears – tears of endless shame

Must we do as we’re told?

From the deep of the sea to the

Cloudy cliffs of the unknown

They swam aside in deadly silence

Must we do as we’re told?

Them shouted words in slowmotion

Fading in blinding explosions of

Burning letters between the lines

Must we do as we’re told?

Back home transmitted clips of black

Desert rain interrupted by bleached

Teeth convincing the brainwashed

Must we do as we’re told?

Broken wings of butterflies in sponsored

Wheelchairs marching down a wired

Dead end street of shattered hopes

Must we do as we’re told?

Burned lips to a dirty glas filled with

Unanswered questions ready

To be swallowed for a new breath

Must we do as we’re told?

Flashing daydreams full of rotten

Pictures in dusty footprints

Waiting to be clearly erased forever

Must we do as we’re told?

Books of holy words on bloody streams

Mixing the dead souls of enemies and

Beloved friends who did as they’re told


They say you are not born a thief
They say you are made into one
So forgive me already for stealing
I am trying hard not to stumble
But my way is marked with hunger

They say you are not born a liar
They say you are made into one
So forgive me already for cheating
I am trying hard to say the truth
But my way is paved with falsehood

They say you are not born a thug
They say you are made into one
So forgive me already for beating
I am trying hard not to lose control
But my way is covered with violence

They say you are not born a rapist
They say you are made into one
So forgive me already for offending
I am trying hard to forget my tormentors
But my way is roofed with abuse

They say you are not born a murderer
They say you are made into one
So forgive me already for shouting
I am trying hard to forgive the culprits
But my way is concreted with death

They say you are not born a killer
They say you are made into one
So forgive me already for slaughtering
I am trying hard to be a human soldier
But my way is flyposted with commands

They say you are not born a saint
They say you are made into one
So forgive me already for failing
I am trying hard to see and learn
But my way is leading into disinterest

I say if I am brought into this world
I say you’ll better take care and listen
'Cause I wont forgive you for ignoring me
You’d better try to pick me up and help
Or my way shall end before I am born


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