They say you are not born a thief They say you are made into one So forgive me already for stealing I am trying hard not to stumble But my way is marked with hunger
Archiv für Dezember 2009
dead ends
Quereinsteigerminister
Geschlagene 22 Minuten kurve ich durch die Tiefgarage des Alexa-Kaufrauschtempels. Kennzeichennummern, die ich noch nie gesehen habe, haben jeden Parkzentimeter in Beschlag genommen. Frau mit Kind Parkplatz – meine Chance! Rückwärtsgang und… gerade als ich Gas geben will, erblicke ich gerade noch rechtzeitig einen Porsche Boxter hinter mir. Mein Blinklicht ignorierend klaut er mir, ganz lässig vorwärts einparkend, die Parklücke. Eine etwa fünfzig jährige Botox-Blondine schraubt sich aus der tiefer gelegten PS-Viagra-Schleuder ihres Mannes, lässt die Blinker mit der Fernbedienung aufblitzen und winkt mir entschuldigend zu. Ich grinse zurück und bin gaaanz entspannt. Nach zwei weiteren Runden macht mir dann eine Großfamilie aus Teltow Fläming Platz. Nachdem die Eltern gefühlte 15 Minuten brauchen, Hi-Tech-Weihnachtsgeschenkekartons in ihrem Opel Astra zu stapeln und ihre drei Kinder genervt zusammenstauchen, doch endlich mit dem Versteckspielen im Parkhaus aufzuhören, um auf der hinteren Sitzbank Platz zu nehmen, die eigentlich nur noch Platz für eine Schildkröte bietet, geben sie ähnlich tiefer gelegt wie der Porsche davonröhrend die Lücke frei für mich. Endlich! Auf dem Weg zu den Rolltreppen erwischt mich fast noch ein 5er BMW mit verdunkelten Scheiben und fetten Orient-Techno-Bässen. „Eh, man du Penner. Mach Augen auf du, Alter.“ brüllt mich ein junger Mann mit Ed Hardy Baseballcap an und wendet sich lachend zu seiner Beifahrerin in gefaktem D&G Kostüm und Kopftuch… „Wat’n Opfer! Gimme five.“ Ich hasse Parkhäuser! Als wäre nichts passiert, betrete ich die Rolltreppe und lasse bereitwillig einige hyper hektische Shopping-Junkies an mir vorbeihetzen, während ich noch über das „Alter“-Anhängsel des BMW Fahrers nachdenke. Weiterlesen ‘Quereinsteigerminister’
Sugar and Cigarettes
Als ob das morgendliche „sich aus dem Bett wälzen“–Ritual nicht schon an die Grenzen des physisch Machbaren stößt, muss ich beim Blick in die Zuckerdose feststellen, dass mir der Zucker ausgegangen ist. „F***! Kaffe ohne Zucker geht doch gar nicht.“, denke ich und schlurfe zurück ins Bad. Beim Anblick meines ’Hüftfreundes’ fällt es mir wieder ein. Es muss gestern gegen 22:00 Uhr gewesen sein, als meine Obermieterin vor der Tür stand, und nachdem ich meinen Zähne fletschenden Hund weggesperrt hatte, konnte ich ihrem Anliegen mein volle Aufmerksamkeit schenken. Mit leichtem hessischen Dialekt fragte sie nach Zucker weil sie noch „Plätzle mache“ wolle. Für die Nichten, die am Wochenende anreisen werden – aus Wiesbaden. Natürlich! Nun gut, ich muss gestehen, bis auf den Dialekt ist sie eine definitive „lass uns doch mal auf ein Glas Rotwein treffen“ Frau. Und so ging sie dahin, die letzte Packung kristallinen Süßstoffs. Mit einer lasziven Augenzwinker-Fingerabroll-Kombination dankend, verschwand sie im Nebel der Treppenflurbeleuchtung. Weiterlesen ‘Sugar and Cigarettes’
Die simple Masche des Abzockens
Schon mal überlegt, ob man sich eine neue Kamera zulegen sollte? Sich mit einem neuen Objektiv zu Weihnachten belohnen? Wer spielt nicht mit diesem Gedanken, wo doch die Technik der Fotografie Vollgas auf der Innovationsautobahn gibt. Schnell stößt man an die Grenzen des finanziell Möglichen, wenn man in die Einkaufszentren dieser Stadt geht. Als ob die Qual der Wahl der richtigen Kamera nicht schon stressig genug wäre. Kleinformat- oder Vollformatkamera, mit oder ohne integrierter Videofunktion, 12 oder 24 Mega Pixel und nicht zu vergessen die Wahl der Marke – ich persönlich bevorzuge natürlich Nikon. Weiterlesen ‘Die simple Masche des Abzockens’
Es war endlich soweit. Lemmy gab sich mal wieder die Ehre, Berlin zu rocken. Über Motörhead gibt es nicht viel zu philosophieren – you love them or you hate them! Für viele sind sie einfach nur Krach – für mich sind sie Kult. Nach 23 Studioalben und vier Live Alben, die zugegen nicht immer so abgemischt wurden, dass sie die Boxen meiner Anlage voll zum Schwingen bringen, musste ich mir Motörhead endlich mal live antun. Und ich wurde nicht enttäuscht. Weiterlesen ‘Ein akustischer “Overkill“ in Berlin’
GEZ noch – Geht doch!?!
Natürlich! …wieso war ich davon ausgegangen, dass man mir meine nikotinfreie Zeit erleichtern wolle. Wahrscheinlich hatten sie sich für die einzige Raucherkneipe im Umkreis von 150km entschieden. Dabei hatte ich schon seit durchquälten drei Wochen keinen Glimmstängel mehr zwischen den Lippen. Die Kassiererin im Kaiser’s fragte mich schon besorgt, wie es mir gehe, denn ich sei so gehetzt. Das bringt der Hardcore-Entzug wohl mit sich – innere Unruhe, Gehetztsein, Zitterattacken und imaginäres Zigarettenrollen. Weiterlesen ‘GEZ noch – Geht doch!?!’









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